Die wichtigsten Leistungskriterien beim Reifenvergleich
Um Effizienz zu gewährleisten, müssen Reifen zahlreiche, oft widersprüchliche Leistungsmerkmale aufweisen. Die Verbesserung einer dieser Leistungen darf nicht zu Lasten der anderen gehen.
Wie lassen sich Reifen in der gleichen Produktpalette vergleichen?
Jede unserer Reifenserien wird in einer Auswahl von Größen hergestellt, die zu den entsprechenden Fahrzeugen passen.
Manchmal gibt es in einer Serie mehrere Versionen der gleichen Reifengröße, die allerdings unterschiedliche technische Spezifikationen aufweisen, wie zum Beispiel:
● Geschwindigkeitsindex (z. B.: S, T, H, V, W, Y usw.),
● Lastindex (z. B.: 91, 94, XL usw.),
● OE-Kennzeichnung (Original Equipment).

Diese technischen Spezifikationen sind wichtige Details, die dafür ausschlaggebend sein können, ob diese oder jene Version mit Ihrem Fahrzeug und Ihrer Fahrweise kompatibel ist oder nicht.
Wenn mehrere Versionen mit Ihrem Fahrzeug kompatibel sind, empfehlen wir Ihnen, die Version mit den gleichen Spezifikationen wie Ihre Erstausrüstungsreifen zu wählen, einschließlich der korrekten OE-Kennzeichnung. Die OE-Kennzeichnung bezieht sich auf Reifen, die in Zusammenarbeit mit Autoherstellern entwickelt wurden und spezifischere Anforderungen für die einzelnen Automarken erfüllen. Die Kennzeichnung „MO“ bedeutet beispielsweise, dass der Reifen von Mercedes für die Fahrzeuge der Marke freigegeben wurde. Die OE-Kennzeichnung ist jedoch nicht erforderlich, solange Größe sowie Geschwindigkeits- und Lastindex berücksichtigt werden. Sie können auch ohne Sicherheitsrisiko eine Version mit höherem Drehzahl- oder Lastindex wählen. Eine höhere Geschwindigkeit oder Belastbarkeit kann sich jedoch negativ auf die Lebensdauer der Lauffläche und den Fahrkomfort auswirken.
Unabhängige Reifentester helfen beim Reifenvergleich
Unabhängige Reifenprüfer wie Fachmagazine oder -organisationen können Ihnen beim Reifenvergleich helfen.
Jedes Jahr verwenden diese unabhängigen Prüfer sehr strenge Kriterien, um die Leistung von Reifen zu bewerten, indem sie sie auf verschiedenen Oberflächen testen. Sie bewerten verschiedene Aspekte wie Bremsen, Handling, Rollwiderstand, Geräusch usw.

Reifen anhand der europäischen Reifenkennzeichnung vergleichen
Die europäische Reifenkennzeichnung wurde ins Leben gerufen, um den Vergleich verschiedener Reifenmodelle (von unterschiedlichen Marken und innerhalb eines Markenangebots) anhand objektiver Kriterien zu vereinfachen.
Wenn Sie zum Beispiel einen Sommerreifen von Michelin kaufen möchten, schwanken Sie vielleicht zwischen dem Primacy 4 und dem e.PRIMACY. Die europäische Reifenkennzeichnung gibt an, dass der e.PRIMACY einen besseren Rollwiderstand besitzt, was dazu beiträgt, Ihren Kraftstoffverbrauch und Ihre CO₂-Emissionen zu senken. Wenn Ihnen diese Punkte wichtig sind, werden Sie eher zum e.PRIMACY tendieren.
Daher kann die Kennzeichnung bei der Entscheidungsfindung behilflich sein. Sie sollten allerdings beachten, dass diese Kennzeichnung auf einige wenige Kriterien beschränkt ist und nur neue Reifen beurteilt. Sie erfahren also nicht alles für die Reifenleistung.
Reifen vergleichen mit Websites zum Reifenvergleich
Websites zum Reifenvergleich können hilfreich sein, aber man sollte immer bedenken, dass der Vergleich in der Regeln auf Basis neuer Reifen erfolgt. Die Qualität der Reifen nach einem bestimmten Verschleiß (nach ein paar tausend Kilometern) fließt nicht in diese Bewertungen mit ein.
Einige Reifen weisen mit Verschleiß allerdings eine geringere Leistung auf, insbesondere auf nassen Straßen und beim Bremsen. Daher ist es wichtig, beim Reifenvergleich auch die Leistung bei beginnendem Verschleiß zu beurteilen.
Reifen mit Leistung, die Bestand hat
Die Leistungsfähigkeit des Reifens bis zum letzten Kilometer zu erhalten, ist genau das, was Michelin von den eigenen Reifensortimenten verlangt.
Bei der Entwicklung und Produktion unserer Reifen streben wir danach, im Neuzustand die beste Performance ohne Kompromisse zu erzielen und diese Performance bis zum letzten Kilometer auf einem hervorragenden Niveau zu halten, wenn der maximale Verschleißgrad erreicht ist.