Autoreifen-Recycling

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit Ihren alten Reifen passiert, nachdem Sie sie ausgewechselt haben? Im Folgenden erfahren Sie, wie das Recycling von Autoreifen wirklich funktioniert und wie sich Michelin für das Recycling einsetzt, um die Umweltauswirkungen seiner eigenen Produkte zu verringern.

Können Autoreifen recycelt werden?

Ganz gleich, ob Sie täglich pendeln oder an den Wochenenden quer durchs ganze Land reisen - nach einer gewissen Zeit auf der Straße zeigen Ihre Autoreifen irgendwann Verschleißerscheinungen. Ab einer Profiltiefe von 1,6 mm ist es wichtig, die Reifen zu wechseln, um maximale Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten und gleichzeitig gesetzeskonform zu bleiben.

Bisweilen müssen Sie die Reifen wegen Beschädigungen, Löchern usw. bereits früher ersetzen. Das so entstehende Altreifenaufkommen führt dazu, dass jährlich weltweit etwa 30 Millionen Tonnen Reifen[1] ersetzt und möglicherweise weggeworfen werden!
 
Doch wie sieht es mit dem Recycling dieser alten Reifen aus? Tatsächlich ist die Reifenindustrie im Bereich des End-of-life-Managements extrem fortschrittlich. Heutzutage werden etwa 88 %[2] der Altreifen gesammelt und größtenteils verwertet. Und das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass lediglich 14 % der Kunststoffverpackungen[2] durch Recycling verwertet werden. 

Bereits vor der Recyclingphase ergreift Michelin in jeder Phase des Lebenszyklus seiner Produkte Maßnahmen zur Verringerung der Umweltauswirkungen.

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Woraus werden Autoreifen hergestellt? 

Sie mögen relativ unscheinbar aussehen, doch tatsächlich bestehen Autoreifen aus über 200 verschiedenen Materialien. Dazu gehören Natur- und Synthesekautschuk, Ruß und Silica, verstärkende Füllstoffe, Stahl- und Textilverstärkungen sowie unterschiedliche Chemikalien.

Wie ist ein Reifen aufgebaut?

Die meisten Autoreifen bestehen aus verschiedenen Schichten, was das Reifenrecycling noch komplexer macht. Hersteller wie Michelin arbeiten ständig an der Entwicklung innovativer neuer Methoden und Technologien, um die Wiederverwendung der verschiedenen Elemente zu erleichtern. Diese Schichten bestehen in der Regel aus synthetischem Gummi, Textilcordeinlagen, Stahldrähten, ...

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Wie funktioniert das Recycling von Autoreifen?

Der Prozess des Gummi-Recyclings beginnt meist bereits beim Reifenhändler, bei dem Sie Ihren alten, abgenutzten Reifen austauschen lassen. 

Sie können Ihre Reifen auch zu einem entsprechenden Wertstoffhof oder einem gewöhnlichen Recyclingzentrum bringen. Hier wird jedoch meist nur eine bestimmte Anzahl an Reifen angenommen und es fallen häufig Gebühren an.

Michelin beteiligt sich an Reifensammelstellen in vielen Ländern der Welt und trägt auf diese Weise aktiv zur Entwicklung der Reifenrecyclingindustrie bei.

Die Michelin-Gruppe investiert in das Reifenrecycling und entwickelt in Zusammenarbeit mit Partnern innovative Technologien, um Altreifen oder Abfälle in erneuerte Rohmaterialien zu verwandeln.

Enviro: Eine Pyrolysemethode zur Rückgewinnung von Materialien wie Ruß, Ölen und Gas.
Lehigh Technologien: Eine Verfahrenstechnik, mit der das Recycling von Altgummiprodukten zu mikronisierten Gummiprodukten ermöglicht wird.
• Michelin koordiniert oder beteiligt sich an Forschungsprogrammen wie BlackCycle, um eine vollständige Wertschöpfungskette vom Altreifen-Rohstoff bis hin zum Sekundärrohstoff zu entwickeln (gemeinsam mit sieben Industriepartnern, fünf Forschungs- und Technologieorganisationen sowie einem Innovationscluster aus fünf Ländern).

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Reifenrecycling in Ihrer Nähe 

Wenden Sie sich an Ihre Kommunalverwaltung, um weitere Informationen über das Reifenrecycling in Ihrer Region zu erhalten. Manche Länder haben Online-Datenbanken eingerichtet, mit denen Sie den nächstgelegenen Recyclinghof finden können, der eine Altreifenentsorgung anbietet. 

Sie brauchen neue Reifen? Finden Sie einen MICHELIN Reifenhändler in Ihrer Nähe:

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Gründe für das Recycling von Autoreifen 

Die Reifenentsorgung mittels Wiederverwertung oder Recycling von Autoreifen ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, wie wir gemeinsam den ökologischen Fußabdruck eines Reifens - von seiner Herstellung bis zum Lebensende - verringern können.

Michelin setzt auf ein ökologisches Entwicklungskonzept, um die Umweltauswirkungen seiner Reifen in jeder Phase ihres Lebenszyklus zu begrenzen. Dies reicht von der Beschaffung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zu Nutzung und Recycling der Reifen.

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie ergreift Michelin gemeinsam mit seinen Stakeholdern und Partnern aus der Branche Maßnahmen zur Förderung des Reifenrecyclings. Zugleich ist das Unternehmen ständig bemüht, die Umweltauswirkungen seiner Produkte zu verringern. Michelin zielt darauf ab, bis zum Jahr 2050 seine Reifen vollständig aus nachhaltigen Materialien herzustellen. Gleichzeitig soll die Energieeffizienz der Reifen bis 2030 um 10 % gegenüber 2020 verbessert werden.
 
Doch damit nicht genug: Michelin optimiert zudem die Transportlogistik, entwickelt Reifen, die den Kraftstoff- und Energieverbrauch senken - wie zum Beispiel der MICHELIN-Reifen e.PRIMACY - und arbeitet mit anderen Herstellern an der Entwicklung neuer, innovativer Recyclingverfahren, um Abfälle in Rohstoffe umzuwandeln.


Dieses Kreislaufwirtschaftsmodell ist Teil der 4R-Strategie von Michelin: Reduce, Reuse, Recycle, Renew (zu dt.: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln, Erneuern).

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Michelin möchte die öffentliche Aufmerksamkeit vermehrt auf die mit Altreifen verbundenen Umweltauswirkungen und deren Reduzierung lenken, um das Reifenrecycling weltweit anzukurbeln. So baut Michelin beispielsweise in Chile seine erste Recyclinganlage, in der Reifen aus der Bau- und Minenindustrie recycelt werden. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz angestrebt, d. h. von der Sammlung von Altreifen bis hin zur Wiederverwendung von aufbereiteten Materialien. 
 
Erfahren Sie mehr über die Strategie des Konzerns für eine nachhaltige Entwicklung und Mobilität, die darauf abzielt, Michelin zu einem der innovativsten, verantwortungsvollsten und leistungsstärksten Unternehmen weltweit zu machen und im Interesse von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu agieren: michelin.com.

QUELLEN

[1] Quelle: Deloitte-Studie - TIP 2019 - 45 Länder
[2] „Global ELT Management – A global state of knowledge on regulation, management
systems, impacts of recovery and technologies“, Projekt des WBCSD und der Reifenindustrie

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