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Der MICHELIN Ratgeber zum Reifendruck beim Fahrrad

 

Der Reifendruck beim Fahrrad hat einen erheblichen Einfluss auf die Fahrleistung. Deshalb solltest du immer darauf achten, dass der Reifendruck innerhalb des empfohlenen Bereichs liegt:

Empfohlener Reifendruck

Der Grundgedanke ist, dass man beim Aufpumpen von Fahrradreifen ein Gleichgewicht finden muss. Dazu bietet MICHELIN eine Reihe von Reifendruckempfehlungen für alle Reifenmodelle an.

Nimm zum Beispiel MICHELIN Rennradreifen: Sie sind vor allem auf geringen Rollwiderstand ausgelegt und benötigen daher einen anderen Reifendruck als beispielsweise Citybike-Reifen. Wichtig ist, dass du vor jeder Fahrt sicherstellst, dass der Reifendruck innerhalb des empfohlenen Bereichs liegt.

Am besten investierst du in eine Fahrradluftpumpe mit Druckmesser. Diese zeigt dir beim Aufpumpen der Reifen den aktuellen Luftdruck entweder in Bar oder PSI (Pounds per Square Inch) an. Michelin bietet eine praktische Reifendrucktabelle, mit der du PSI schnell in Bar umrechnen kannst und umgekehrt. Darüber hinaus liefert die Tabelle weitere Informationen zur Feinabstimmung des Reifendrucks auf dein persönliches Gewicht und dein Fahrverhalten.

Schauen wir uns die Frage des Reifendrucks für verschiedene Disziplinen genauer an.

Reifendruck beim Rennrad

Der Reifendruck beim Rennrad erfordert in der Regel, dass Vorder- und Hinterrad mit dem gleichen Druck aufgepumpt werden. Die einzige Ausnahme besteht bei der Montage von zwei verschiedenen Reifenmodellen mit jeweils unterschiedlichem empfohlenem Reifendruck. Die nächsten Punkte, die beim Rennrad-Reifendruck zu berücksichtigen sind, sind die Reifenbreite und vor allem dein Gewicht. Je schwerer du bist, desto höher sollte der Reifendruck sein.

Auch die Nutzung, das Gelände, auf dem du fährst, und die Wetterbedingungen sollten bei der Wahl des idealen Reifendrucks berücksichtigt werden. Denke daran, dass du bei Bedarf die MICHELIN Reifendrucktabelle für Fahrräder zurate ziehen kannst, um Werte in PSI umzurechnen.

Und so funktioniert es:

  • Suche zunächst den empfohlenen Reifendruck für das an deinem Fahrrad montierte Reifenmodell.

  • Prüfe dann, welcher Druck auf der Reifenflanke angegeben ist.*

Michelin empfiehlt, den Reifen aufzupumpen, bis der Reifenwulst richtig auf der Felge sitzt, ohne den maximalen Druck des Reifens zu überschreiten. Lasse anschließend etwas Luft ab, indem du auf das Ventil klopfst, bis dein Fahrradreifen-Druckmesser anzeigt, dass der Reifendruck wieder innerhalb der empfohlenen Angaben liegt, ohne den Mindestdruck zu unterschreiten. Anschließend wirst du sofort feststellen, dass das Treten leichter wird.

Für eine gute Leistung muss der Reifen eine korrekte Aufstandsfläche auf dem Boden und eine passende Steifigkeit an der Reifenflanke haben.

Wenn der Reifen zu hart ist und sich die Reifenflanken unter deinem Gewicht nicht bewegen, verringere den Druck. Dadurch wird die Aufstandsfläche vergrößert und Komfort und Grip werden verbessert.

Wenn der Reifen unter deinem Gewicht zu weich ist und sich die Reifenflanken stark verformen oder wenn du häufig Reifenpannen aufgrund von Durchschlägen hast, erhöhe den Druck, um das Handling zu verbessern und platten Reifen vorzubeugen.

Mountainbike-Reifendruck

Den empfohlenen MTB-Reifendruck findest du ebenfalls auf der Seite mit der Reifendrucktabelle.

Dieser Ratgeber dient jedoch nur als Orientierung für die endgültige Einstellung, da du deinen Mountainbike-Reifendruck möglicherweise an das Gelände anpassen musst. Wenn es auf der Strecke zum Beispiel viele grobe Steine gibt, musst du den Reifendruck eventuell entsprechend justieren.

Das gilt in der Regel auch für den optimalen Reifendruck beim Gravel-Bike. Auch hier geht es darum, den Reifendruck an den Untergrund anzupassen und Reifenpannen zu vermeiden.

Verwenden Sie einen MTB-Reifendruckmesser, um Leistung und Handling zu verbessern

Auf nachgiebigerem Untergrund ist der optimale MTB-Reifendruck jedoch wahrscheinlich niedriger. Dadurch kann sich der Reifen besser an den Untergrund anpassen, was Traktion und Kontrolle verbessert.

Außerdem sollte, wie auch beim Rennrad-Reifendruck, dein Gewicht berücksichtigt werden. Schwerere Fahrerinnen und Fahrer neigen dazu, die Reifen beim Kontakt mit dem Boden stärker zu verformen. Ein höherer MTB-Reifendruck kann deshalb das Handling und die Leistung des Mountainbikes verbessern.

Wenn du den für dein Gewicht optimalen MTB-Reifendruck wissen möchtest, findest du auf unserer Seite zum Reifendruck den für dein MICHELIN Reifenmodell empfohlenen Wert unter Berücksichtigung dieses Parameters.

Denke daran, dass du bei Mountainbikes für das Vorderrad immer einen etwas niedrigeren Reifendruck wählen solltest. Diese Empfehlung gilt nicht für andere Fahrradtypen.

Welcher Reifendruck wird für andere Disziplinen empfohlen?

In den MICHELIN Reifendrucktabellen findest du auch Empfehlungen für andere Disziplinen wie Freizeit, Enduro und City-Trekking.

Reifen TPI erklärt

TPI steht für „Threads Per Inch“, also Fäden pro Zoll. Gemeint ist die Anzahl der Fäden in der Karkasse des Reifens pro Zoll. TPI wird leicht mit PSI verwechselt, bezieht sich jedoch nicht auf den Reifendruck, sondern auf die Dichte der Fäden in der Reifenkarkasse. Ein Rennradreifen mit einer Karkasse von 120 TPI ist beispielsweise leichter, weicher und flexibler als ein Reifen mit einem niedrigeren Wert, da die Fäden dünner sind. Das solltest du bedenken, wenn du für Rennen Reifen suchst, die mit hohem Druck gefahren werden, um hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.

Sowohl Radfahrer als auch Fahrradingenieure können den Reifendruck anpassen, um den TPI-Wert der verwendeten Reifen zu berücksichtigen. Ein etwas höherer Druck kann bei einem Reifen mit niedrigerem TPI-Wert für den Straßeneinsatz geeignet sein, wo Reifenpannen seltener auftreten.

Wird ein Reifen mit hohem TPI-Wert jedoch auf unebenem Gelände verwendet, kann eine leichte Senkung des Drucks, immer innerhalb der empfohlenen Werte, dazu beitragen, das Risiko einer Reifenpanne zu verringern.

Diese Überlegungen betreffen jedoch hauptsächlich Vereinsradfahrer und Profis. Die meisten Radfahrer müssen sich darüber keine Gedanken machen, solange der Reifendruck innerhalb des empfohlenen Bereichs liegt.

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*MICHELIN empfiehlt, Reifen nicht mit zu niedrigem Druck zu fahren, um eine Reifenpanne oder Schäden an der Felge zu vermeiden, und rät davon ab, den maximalen Druck zu überschreiten.