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Das Unternehmen Michelin

Michelin Weltweit

Seit mehr als 130 Jahren entwickelt Michelin Reifen, Dienstleistungen und Lösungen, um die Mobilität nachhaltig zu verbessern. Die Produktion und Entwicklung von Reifen für Pkw, Lkw, Leicht-Lkw, Landmaschinen, aber auch Motorräder, Fahrräder und Flugzeuge bilden unser Kerngeschäfte. Darüber hinaus ist Michelin als Herausgeber von Reise-, Hotel- und Restaurantführern sowie Land- und Straßenkarten weltweit bekannt und bietet unter www.ViaMichelin.de eine Internetplattform für die persönliche Routen- und Reiseplanung. Michelin Lifestyle Limited ergänzt die breite Produktpalette rund um die Mobilität mit innovativem Zubehör. 

Gesellschaftssitz der Michelin Gruppe ist in Clermont-Ferrand, Frankreich:
Place des Carmes-Déchaux
63040 Clermont-Ferrand Cedex 9
Frankreich.

Zahlen und Fakten 

  • 125.000 Beschäftigte auf 5 Kontinenten

  • 190 Millionen Reifen produzierte Reifen in 2018. 

  • 67 Reifenproduktionsstandorte in 17 Ländern

  • 1 Technologiezentrum auf 3 Kontinenten

  • 4 Versuchszentren                                                                                                                            

  • Vertriebspräsenz in 170 Ländern

Michelin in Deutschland

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist Michelin auch in Deutschland mit Produktionsstätten, Vertrieb, Verwaltung und Logistik vertreten. An unseren deutschen Standorten beschäftigen wir insgesamt rund 5.400 Mitarbeiter. 

Hintergründe zu Michelin

Nachhaltigkeit 

Als weltweit führender Reifenhersteller ist sich Michelin seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst. Mit der Strategie 2048 möchten wir die Reifenproduktion der Zukunft nachhaltig gestalten und haben uns daher ambitionierte Ziele gesetzt: 

  • Reifen zu 80% auf nachhaltigen Materialien fertigen
  • Sämtliche Reifen aus eigener Produktion komplett recyceln
  • Investitionen in Hightech-Recycling-Technologien
  • Forschungsprogramme und Partnerschaften zur Gewinnung von Rohstoffen auf biologischer Basis

Michelin Vision Recycling concept

4R Strategie

Dieser Vision einer nachhaltigen Mobilität nähern wir uns mit unserer 4R Strategie. Wir wenden sie auf alle unsere Produkt- und Serviceangebote an. Die 4R stehen für Reduce, Reuse, Recycle, Renew (zu dt.: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen, Erneuern).

Wir möchten Ihren Reifen einen deutlich längeren Lebenszyklus ermöglichen und dabei Ressourcen schonen und Kraftstoff sparen. Dazu gehört u.a., dass wir Lkw-Reifen und Flugzeugreifen nachschneiden und runderneuern. Gemeinsam mit Partnern entwickelt Michelin zudem Lösungen zur Verwertung und zum Recycling von Altreifen.

Circular Economy : our 4R strategy

Long Lasting Performance

Mit dem Ansatz Long Lasting Performance hat Michelin es sich zur Aufgabe gemacht, Reifen zu produzieren, die vom Neuzustand bis zur gesetzlich erlaubten Mindestprofiltiefe1) sicher sind und die an sie gestellten Anforderungen optimal erfüllen. So hilft Michelin Ihnen, das volle Potential Ihrer Reifen auszuschöpfen und dabei die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen. 

Michelin glaubt daran, dass Sie ein Recht auf sichere Reifen haben – und zwar vom ersten bis zum letzten Kilometer. Wir setzen uns daher für Testverfahren ein, die auch Produkte einzubeziehen, die bis auf das gesetzlich vorgegebene Minimum gefahren sind. Darüber hinaus fordert Michelin zulassungsrelevante Mindestanforderungen für die Leistung und Sicherheit von gefahrenen Reifen.

[1] Die verbleibende Profiltiefe von 1,6 Millimetern ist in den meisten Ländern für Sommerreifen anwendbar, kann aber je nach Region, Land, Saison und Reifentyp variieren.

Luftloser Konzeptreifen MICHELIN Uptis

Jedes Jahr werden rund 200 Millionen Reifen zu früh entsorgt, da sie durch eine Reifenpanne irreparabel beschädigt werden oder durch falschen Luftdruck vorzeitig verschleißen. Mit dem MICHELIN Uptis (Unique Puncture-proof Tire System), der gemeinsam mit General Motors entwickelt wurde, können wir das verhindern. Der luftlose Konzeptreifen ist pannensicherer als konventionelle Reifen und widersteht problemlos Anprall- und Stichverletzungen. Dabei ist er ebenso belastbar wie ein Luftreifen. 

Der Prototyp ist bereits auf dem Elektro-Pkw Chevrolet Bolt im Testeinsatz, der Marktstart des MICHELIN Uptis auf den ersten Pkw-Modellen ist für 2024 geplant. Gemeinsam mit unseren Partnern treiben wir so den Wandel der Mobilität voran. 

UPTIS: a fundamental step towards more sustainable mobility!

Nachhaltige Kooperationen 

Als nachhaltiges Mobilitätsunternehmen setzen wir uns für den sozial- und umweltverträglichen Abbau von Naturkautschuk ein, der für unsere Reifenproduktion benötigt wird. 

So haben wir beispielsweise in Kooperation mit dem WWF (World Wildlife Fund) einen Plan zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Kautschukplantagen entwickelt, um die weitere Abholzung tropischer Regenwälder zu verhindern. Daneben hat Michelin mit dem WWF eine globale Plattform für nachhaltigen Naturkautschuk eingerichtet. Ziel der Plattform ist es, die Gewinnung dieses Rohstoffs in großem Stil nach nachhaltigen Gesichtspunkten umzustellen und hierfür alle Beteiligten vom Hersteller bis zum Endkunden zu sensibilisieren. Zudem betreibt Michelin in Brasilien eigene Forschungsprojekte zum nachhaltigen Abbau von Naturkautschuk. 

Forschung und Entwicklung bei Michelin

Michelin steht für nachhaltige Mobilität – jetzt und in Zukunft. Dafür setzen wir unser Wissen aus mehr als 130 Jahren Unternehmensgeschichte ein und arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung an innovativen Produkten und Dienstleistungen für eine nachhaltige, umweltverträgliche Mobilität.  

In unserem Entwicklungszentrum mit Standorten in Europa, Asien und den USA entwickeln Michelin Mitarbeiter neue Produkte und Dienstleistungen und testen diese in unseren Versuchszentren auf Herz und Nieren. Mit leistungsstarken, weltweit vernetzten Rechneranlagen simulieren wir die unterschiedlichsten Belastungssituationen, denen unsere Reifen zukünftig ausgesetzt sein werden. 

Bevor die neuesten Modelle jedoch in den Markt eingeführt werden, durchlaufen sie auf den Teststrecken in Frankreich, Spanien, Japan und den USA umfangreiche Versuche. Dabei geht es um Höchstleistungen, aber auch um Alltaugstauglichkeit. Nur Produkte, die die umfangreichen Tests bestehen, sind für den Markteintritt geeignet. 

Zahlen und Fakten

  • Mehr als 648 Millionen Euro Investitionen in F&E (Stand 2018)
  • Mehr als 6.000 Mitarbeiter im Bereich F&E
  • Rund 11.700 aktive Patente weltweit
  • Rund 40.000 Reifentests am Fahrzeug pro Jahr

Unsere Testzentren

Ladoux in der Nähe von Clermont-Ferrand – ideal, um neue Entwicklungen unter vielfältigen Bedingungen zu testen. Auf 450 Hektar und 35 Pisten-Kilometern kommen alle Straßenarten und –beläge vor, mit denen Reifen im Laufe ihres ”Lebens” konfrontiert sein werden. 

Fontange in Südfrankreich erstreckt sich über 56 Hektar – mit 8 Teststrecken und einer Gesamtlänge von 7km. Das Testgelände ist auf Bodenhaftung, Geräusch, Komfort und Bremsen der Reifen spezialisiert. Durch das milde Klima können dort ganzjährig Reifentests durchgeführt werden.

Almeria in  Südspanien ist mit 5.000 Hektar das größte Versuchszentrum von Michelin. Hier werden - unter extremen klimatischen und geografischen Bedingungen - Reifen für sehr große Erdbewegungsmaschinen, landwirtschaftliche Fahrzeuge und LKW getestet.

Laurens (USA): Auf 700 Hektar Fläche werden hier ausschließlich für den amerikanischen Markt bestimmte Reifen entwickelt und getestet.

Ivalo liegt ca. 300km nördlich vom Polarkreis und wird mit 6 Teststrecken für Tests auf verschneitem und gefrorenem Boden genutzt.

JARI (Japan Automobile Research Institute, Otha) steht allen Automobilherstellern sowie einigen anderen Reifenproduzenten zur Verfügung. Michelin testet hier Reifen für den asiatischen, besonders den japanischen Markt und hat dafür sogar eigene Teststrecken gebaut. 

Der Michelin Mann

Eigentlich ist sein Name Bibendum – der Michelin Mann ist für unser Unternehmen mehr als nur ein Markenlogo und eng mit der Geschichte von Michelin verbunden. In einem Reifenstapel vor einem Messestand erkannten die Unternehmensgründer André und Edouard Michelin die Figur eines riesigen Mannes. 1898 nahm der Michelin Mann dann auf einem Werbeposter vom Werbezeichner Marius Rossillon alias O’Galop zum ersten Mal Gestalt an. Der Titel des Posters: „Nunc est bibendum“. 

Weshalb der römische Trinkspruch „Jetzt lasst uns trinken“ dem Poster den Titel und dem Michelin Mann seinen Namen gibt, löst sich in der Unterzeile auf: „Auf Ihr Wohl! Der Michelin Reifen schluckt das Hindernis!“ (im Original: „À votre Santé. Le pneu Michelin boit l'obstacle!”)

Dies bezieht sich auf Glassplitter und Nägel – keine Seltenheit auf den staubigen Straßen zur Jahrhundertwende –, die der Michelin Mann genüsslich und problemlos schluckt. Lebensgroß feiert er schließlich sein Publikumsdebüt am Michelin Stand des ersten Pariser Automobil-Salons. 

Wandelbares Logo mit unverwechselbarem Charakter

Seitdem taucht der Michelin Mann auf allen Werbemitteln der Marke auf, illustriert technische Informationen zum richtigen Reifengebrauch und steht bis heute bei Messen und Veranstaltungen prominent im Mittelpunkt. Seit 1898 entwickelte sich der Michelin Mann vom schwergewichtigen Reifenstapel mit Monokel und Zigarre hin zu einem schlanken, freundlichen Begleiter, der immer wieder in die unterschiedlichsten Rollen schlüpft. Seinen unverwechselbaren Charakter hat unser Bibendum jedoch nie verloren und wurde im Jahr 2000 sogar von einer Jury der „Financial Times“ zum besten Logo aller Zeiten gekürt und 2018 mit dem renommierten „Icon of the Millennium“ Award der New York Advertising Week ausgezeichnet.  

Begleiten Sie den Michelin Mann auf einer kleinen Zeitreise und sehen Sie, wie sich unser Bibendum in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. 

Michelin Man Story