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WM-Rallye Großbritannien

WM-Rallye Großbritannien

Vorzeitige Titelentscheidung: Michelin Partner M-Sport und Sébastien Ogier sind die Rallye-Weltmeister 2017

Mit Platz drei von Sébastien Ogier bei der Wales-Rallye Großbritannien hat Reifenpartner Michelin in der Rallye-Weltmeisterschaft einmal mehr Geschichte geschrieben: Die Premiummarke konnte ihre Erfolgsquote in der Königsklasse dieser Motorsportkategorie auf nunmehr 52 Titel erhöhen – 27 Weltmeisterschaften in der 1973 eingeführten Herstellerwertung und 25 Titel in der Fahrer-WM, die 1979 erstmals ausgeschrieben wurde. Für Rallye-Autos auf Ford-Basis ist es das vierte Championat seit dem Titelgewinn des Escort RS1800 in der Saison 1979.

Zehn Automobilhersteller rollten bis heute auf Reifen von MICHELIN dem Markentitel in der Rallye-Weltmeisterschaft entgegen. Die erfolgreichsten von allen waren Lancia, Peugeot und Citroën: Sie fuhren jeweils fünf WM-Kronen ein. Volkswagen sicherte sich mit dem Polo WRC auf Pneus von MICHELIN vier Titel, Toyota drei. Je eine Hersteller-WM gewannen Alpine-Renault, Talbot-Lotus, Audi und Mitsubishi sowie – an diesem Wochenende – das Ford-Privatteam M-Sport als Partner des französischen Reifenspezialisten. Hinzu kommen drei WM-Titel, die Citroën in Zusammenarbeit mit BFGoodrich errungen hat, sowie die Marken-WM 1982 für den von Kléber bereiften Audi quattro.

Auf der Fahrerseite ist aus Sicht von Michelin nun Sébastien Ogier der erfolgreichste Rallye-Pilot: Der Franzose fuhr alle seine fünf WM-Titel auf Reifen von Michelin ein. Ebenso wie Tommi Mäkinen hat sein Landsmann Sébastien Loeb nur vier seiner neun Weltmeisterschaften auf Pneus mit dem Bibendum-Logo auf der Flanke gewonnen – drei weitere allerdings auf Rallye-Reifen von BFGoodrich, die ebenfalls aus Clermont-Ferrand kamen. Juha Kankkunen und Michelin errangen drei WM-Titel gemeinsam, Miki Biasion und Marcus Grönholm kommen auf jeweils zwei. Die Rallye-Legenden Walter Röhrl, Hannu Mikkola, Stig Blomqvist, Timo Salonen und Didier Auriol sicherten sich je eine WM auf Pneus der französischen Premiummarke.


Ford und Michelin: Zwei Rallye-Legenden finden zusammen

Auch wenn Ford zu den Urgesteinen des Rallye-Sports zählt: Auf WM-Ebene vergingen 15 Jahre, bis mit dem Gruppe A-Sierra RS Cosworth von Didier Auriol auf Korsika erstmals ein Auto mit dem Blauen Oval auf Reifen von Michelin gewann. Fünf weitere Jahre dauerte es bis zum nächsten gemeinsamen Erfolg der beiden Marken. Den fuhr 1993 François Delecour in Portugal mit dem Escort RS Cosworth ein. 1997 debütierte die World Rally Car-Version des Traditionsmodells, mit der Carlos Sainz in Griechenland erstmals dominierte.

1999 löste das neue Focus World Rally Car den Escort ab. Ausgerechnet bei der material­mordenden Safari-Rallye schenkte Superstar Colin McRae dem Focus den ersten von insgesamt zehn WM-Laufsiegen auf Pneus von Michelin. Dann folgte von 2006 bis 2010 die Rallye-WM-Pause der französischen Premiummarke.

Die 1,6-Liter-Formel der Rallye-Topliga begann für Ford vielversprechend: Der Fiesta RS WRC gewann 2011 mit der Rallye Monte Carlo den Saisonauftakt, dann auch in Australien und Großbritannien sowie 2012 in Portugal und nochmals in Wales. Anschließend wurde es ruhiger – bis zum Beginn diesen Jahres. Nach Siegen in Monaco, Portugal, auf Sardinien und in Deutschland sowie einer ununterbrochenen Serie von Podiumsplätzen hat sich das von Ford unterstützte Team M-Sport jetzt einen großen Traum erfüllt: den dritten Markentitel nach 2006 und 2007.


Sébastien Ogier: Erfolgreichster Rallye-Fahrer auf Reifen von Michelin

So viel steht fest: Sébastien Ogier ist Rallye-König „Seb“ der Zweite. Kaum hatte sich die Rallye-Szene von der fast schon unheimlichen Dominanz des anderen Sébastien mit dem Nachnamen Loeb erholt, stand schon der nächste parat, die WM-Kohlen für die „Grande Nation“ aus dem Feuer zu holen. Und Ogier lieferte als Werksfahrer von Volkswagen Motorsport mit dem seinerzeit kaum zu schlagenden Polo R WRC sowie als Pilot des Ford Fiesta WRC punktgenau ab. Damit macht er genau dort weiter, wo sein Erzrivale Loeb aufgehört hatte.

Wie der Rekord-Champion profitierte auch Ogier von der formidablen Nachwuchsarbeit des französischen Automobilsportverbands FFSA, deren „Rallye Jeunes“-Programm er 2005 gewann und dafür ein Cockpit im Peugeot 206 Cup erhielt. Gemeinsam mit seinem Copiloten Julien Ingrassia gewann er 2007 den Markenpokal mit vier Siegen, um als nächstes mit dem FFSA-Team die Segel in Richtung Junioren-Weltmeisterschaft (JWRC) zu hissen. Hier saß er 2008 am Steuer eines Citroën C2 R2 und schlug erneut ein wie eine Bombe.


Bereits zu Beginn seiner Karriere vertraute Sébastien Ogier auf Reifen von Michelin

Gleich bei seinem Debüt in Mexiko gewann er seine Klasse und schaffte es als erster Junior überhaupt mit Platz acht in die WM-Punkte. In Jordanien lief es fast noch besser: Durch einen technischen Defekt büßte er vier Minuten ein, von denen er sich drei auf der Strecke wieder zurück holte – und damit den Führenden in einen Fehler trieb. Klassensieg Nummer zwei. Und so weiter. Kurzum: Gleich in seinem Debütjahr holte sich der neue Überflieger den Junioren-Titel.

Im Sauseschritt ging es weiter. Citroën ließ zur Belohnung noch im gleichen Jahr einen Start im C4 World Rally Car beim Saisonfinale in Wales springen. Ogier fackelte erneut nicht lange, entschied sofort die vereiste erste Wertungsprüfung für sich und behauptete sich an der Spitze, bis die Mechanik ihm einen Streich spielte.

2009 begann er mit einem Abstecher in die Intercontinental Rally Challenge (IRC), zu der damals die Rallye Monte Carlo zählte. Er gewann die Königsveranstaltung mit einem Peugeot 207 S2000. Dann stand für ihn wieder die Rallye-WM im Vordergrund. Am Steuer eines C4 WRC des Junior-Teams von Citroën hatte er nur die ersten sechs Läufe sicher. Wie es weiter gehen würde, hing von den Ergebnissen ab. Bei der Akropolis-Rallye Griechenland gelang ihm als Zweitplatziertem hinter Sieger Mikko Hirvonen erstmals der Sprung aufs Podium. Ogier fuhr die gesamte Saison…


Alle fünf WM-Titel hat Sébastien Ogier auf Reifen von Michelin gewonnen

Auch das Folgejahr begann der neue Überflieger im Junior-Team von Citroën, dieses Mal an der Seite von Formel 1-Weltmeister Kimi Räikkönen. In Neuseeland war sein erster WM-Laufsieg zum Greifen nah, doch ein Dreher in der vorletzten Prüfung kostete die entscheidenden Zeitspäne. Den verpassten Triumph holte Ogier direkt bei der nächsten Gelegenheit nach: In Portugal schlug er Loeb um acht Sekunden. Der Newcomer kratzte an der Ikone.  Für die letzten drei Saisonläufe ersetzte er den Spanier Dani Sordo im DS3 WRC des offiziellen Werksteams.

2011 kam es zur direkten Konfrontation mit der Nummer 1. Zwei Rallye-Alphatiere im gleichen Team, das konnte kaum gutgehen. Ogier gewann in Portugal und Jordanien, überschlug sich in Argentinien, besiegte Loeb dank cleverer Strategie dann wieder in Griechenland. Bei der Rallye Deutschland folgte der öffentliche Disput zwischen den beiden Franzosen: Während Loeb seine Vertragsverlängerung mit Citroën bekanntgab, widersetzte sich Ogier einer Teamorder und gewann. Der Bruch mit dem französischen Werksteam war offensichtlich.

Bei Volkswagen empfingen sie den neuen Stern am Rallye-Himmel mit offenen Armen. 2012 akzeptierte Ogier als Entwicklungsjahr mit dem Polo R WRC, in der WM prügelte er in der WRC 2-Klasse einen VW-Werks-Skoda Fabia Super 2000 um die Ecken, damit das Team seine Logistik aufbauen konnte. 20.000 Testkilometer später kehrte er Anfang 2013 in die Topliga zurück. Mit bekanntem Ergebnis: Während Loeb auf seiner reduzierten Abschiedstournee nochmal zwei WM-Rallyes gewann, behielt sein Lokalrivale das große Ziel clever im Blick und holte sich in den kommenden vier Jahren auf Reifen von Michelin alle WM-Titel – eine Erfolgsstory, die er nach dem Abschied der Niedersachsen aus der Topklasse mit dem Fiesta WRC des von Ford unterstützten Privatteams M-Sport gleich fortsetzte.

In Frankreich könnte es heißen: Der König ist fort – es lebe der neue König …


Zahlenspiele: Rekorde und Kurioses mit Michelin

313 WM-Läufe hat Michelin in der Rallye-Weltmeisterschaft seit 1973 für sich entschieden. Manche dieser Erfolge brachten historische Rekorde mit sich. So ist Michelin zum Beispiel der Sieger …
  • des schnellsten Laufs: Das Durchschnittstempo der Rallye Finnland 2017 betrug 126,71 km/h
  • des langsamsten Laufs: Der Siegerschnitt der Rallye San Remo 1973 lag bei 44,15 km/h
  • der kürzesten Rallye: 244 km (Press-on-Regardless, USA 1974)
  • von vier der fünf längsten WM-Läufe: Marokko (1973, 1975, 1976) und Argentinien 1981
  • des WM-Laufs mit dem knappsten Sieg: Jordanien 2011 (Sébastien Ogier 0,2 s vor Jari-Matti Latvala)
  • von WM-Läufen auf Autos mit Front-, Heck- und Allradantrieb

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