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Letzte Fahrt des Porsche 919 Hybrid

Letzte Fahrt des Porsche 919 Hybrid

Rekordrenner geht in Rente: Dreifacher Le Mans-Sieger Porsche 919 Hybrid rollt auf Reifen von Michelin ins Museum

Irgendwann ist es auch für die ganz Großen des Sports an der Zeit, ihren Ruhestand zu genießen. Der Porsche 919 Hybrid zählt fraglos schon jetzt zu den Legenden des Motorsports. In seiner ruhmreichen Rennkarriere eroberte der innovative Hybrid-Prototyp auf Reifen von Michelin drei Le Mans-Gesamtsiege in Folge sowie sechs Weltmeistertitel. In Rahmen der „Tribute Tour“ stellte der Porsche 919 in seiner ultimativen Ausbaustufe als „Evo“ auf der Grand Prix-Strecke von Spa-Francorchamps die Formel 1 in den Schatten. Auf der Nürburgring-Nordschleife fuhr er in absoluter Fabelzeit einen neuen absoluten Rundenrekord. Jetzt haben die beiden Rennwagen ihre letzte Fahrt vom Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach zum Porsche Museum nach Zuffenhausen angetreten.

Rückblick: 2011 begann der schwäbische Sportwagenhersteller das Projekt mit einem weißen Blatt Papier. Für die neue Top-Kategorie der FIA Langstreckenweltmeisterschaft (WEC), die ab 2014 eine Hybridisierung vorsah, entwarfen die Ingenieure einen von Grund auf neuen Rennwagen. Michelin war als Entwicklungspartner von Beginn an in die Konzeption des Porsche 919 Hybrid involviert. Die französische Premiummarke entwickelte maßgeschneiderte Reifen für den High-Performance-Rennwagen. Hintergrund: Traditionell entwickelt und erprobt Michelin im Motorsport neue Technologien. Das gewonnene Know-how kommt den Serienreifen der Marke zugute – so werden sie noch sicherer, leistungsfähiger und langlebiger.


Porsche 919 Hybrid: Innovativer Technologieträger mit rund 900 PS

Sein Wettbewerbsdebüt feierte der Porsche 919 Hybrid am 20. April 2014 im Rahmen des Sechsstundenrennens von Silverstone, dem Saisonauftakt zur FIA Langstreckenweltmeisterschaft (WEC). Bei der Rennpremiere des Porsche 919 Hybrid gelang Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber auf Anhieb eine Podiumsplatzierung. Zwei Wochen später fuhren Neel Jani, Romain Dumas und Marc Lieb beim zweiten Einsatz des 919 Hybrid im belgischen Spa-Francorchamps bereits auf die Pole Position.

Der innovative Hybrid-Antrieb des Porsche kombinierte die Power des kompakten V4-Turbobenziners, der aus zwei Liter Hubraum knapp 500 PS an die Hinterräder schickte, mit einem mehr als 400 PS starken Elektromotor. Letzterer übertrug seine Energie beim Boosten an die Vorderachse.


Michelin nutzt Langstrecken-WM als rasendes Entwicklungslabor

Bereits in seinem Premierenjahr sicherte sich der mit Pneus aus Clermont-Ferrand bestückte Porsche 919 Hybrid den ersten Sieg: Dumas, Lieb und Jani triumphierten beim Saisonfinale in Brasilien. Einige Monate zuvor hatte der LMP1-Renner beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans – das ebenfalls zum WEC-Kalender zählte – zeitweise die Führung übernommen und den Sieg nur knapp verpasst.

Von Beginn an rückte die LMP1-H-Kategorie die Themen Energieeffizienz, Langlebigkeit sowie die Schonung von Ressourcen in den Fokus. Daher setzte das Regelwerk den Prototypen immer engere Grenzen beim Kraftstoffverbrauch. Dennoch realisierten die Rennwagen immer schnellere Rundenzeiten – auch dank der kontinuierlich weiterentwickelten Renn-Pneus von Reifenpartner Michelin.



Porsche und Michelin feiern Le Mans-Siege und WM-Titel in Serie

Nach dem starken Premierenjahr drückte der Porsche 919 Hybrid der WEC-Saison 2015 seinen Stempel auf. Bei den 24 Stunden von Le Mans fuhren Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy im LMP1-Renner mit der Startnummer 19 als Erste über die Ziellinie. Dabei spulten sie auf Reifen von Michelin 395 Runden und eine Gesamtdistanz von 5.382,82 Kilometer ab. Für die französische Marke war es der 24. Gesamtsieg in Le Mans und der 18. in Folge, Porsche feierte seinen 17. Triumph an der Sarthe. Mit Platz zwei machten Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber im zweiten Porsche 919 Hybrid den Doppelsieg perfekt. Dieses Trio krönte die Erfolgssaison mit dem Gewinn des Fahrer-Weltmeistertitels. Zudem sicherte sich Porsche bereits vorzeitig den Pokal für den besten Hersteller. Ebenfalls beeindruckend: Bei allen Saisonrennen standen ausschließlich Porsche 919 Hybrid in der jeweils ersten Startreihe.

2016 schaffte Porsche mit dem 919 Hybrid und auf Reifen von Michelin erneut das Triple: Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb gewannen sowohl den 24-Stunden-Klassiker im Herzen von Frankreich als auch die Fahrerweltmeisterschaft. Bereits vor dem letzten Saisonlauf brachte Porsche auch die Herstellerkrone in trockene Tücher. Besonders beeindruckend: In Le Mans spulte der Porsche 919 Hybrid mit einem Satz Reifen bis zu 53 Runden ab – das entspricht einer Distanz von rund 722 Kilometern. „Das heißt: Wir haben drei Mal nachgetankt, ohne die Reifen zu wechseln“, erklärt Teamchef Andreas Seidl.

Im darauffolgenden Jahr räumte der Porsche 919 Hybrid erneut die größten Pokale und Lorbeeren ab. Trotz einer 65-minütigen Reparaturpause gelang Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber dank einer starken Aufholjagd der Le Mans-Sieg. Knapp fünf Monate später sicherte sich das Trio auch den Fahrer-WM-Titel und Porsche feierte gemeinsam mit Reifenpartner Michelin die dritte Hersteller-Weltmeisterschaft in Folge. Zum Saisonende verkündete Porsche den Ausstieg aus der Langstrecken-WM. Der 919 Hybrid verabschiedete sich mit einer einzigartigen Bilanz von der WEC-Bühne: Er gewann 17 von 34 Rennen, darunter sieben Doppelsiege. Zudem eroberte der LMP1-Rennwagen 20 Mal die Pole Position sowie 14 schnellste Rennrunden. Bei 70 Starts kam nur sechs Mal ein Porsche 919 Hybrid nicht ins Ziel – darunter waren auch zwei Unfälle.


Porsche 919 Evo fährt auf Reifen von Michelin zu neuen Rekorden

Nach seiner aktiven Rennkarriere durfte der Erfolgsrenner im Rahmen der Porsche Tribute-Tour beweisen, was er frei von reglementsbedingten Restriktionen zu leisten im Stande ist. Sowohl beim Antriebsstrang als auch bei Aerodynamik, Gewicht und Fahrwerk konnten die Ingenieure ihren Ideen völlig freien Lauf lassen. So sank das Leergewicht des nun Porsche 919 Evo getauften Rekordjägers um 39 auf 849 Kilogramm, gleichzeitig stieg die Systemleistung des ansonsten unverändert übernommenen Antriebsstrangs auf 1.160 PS. Das aktive Aerodynamik-Kit ermöglichte im Vergleich zur WEC-Version über 50 Prozent mehr Abtrieb und eine Effizienzsteigerung von bis zu 66 Prozent. Damit erzeugt der Porsche 919 Evo mehr Downforce als ein Formel-1-Rennwagen.

Reifen- und Entwicklungspartner Michelin startete für die Tribute-Tour ein maßgeschneidertes Entwicklungsprogramm mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit der Pneus um nochmals rund 15 Prozent zu steigern und die Belastbarkeit im Vergleich zum traditionellen Langstrecken-Rennsport deutlich zu erhöhen – natürlich ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen. Die französische Premiummarke konzipierte für den mehr als 1.100 PS starken Rennwagen spezielle Radialreifen der Dimension 31/71-18.

Den ersten Rundenrekord stellte Porsche-Werksfahrer Neel Jani am 9. April 2018 auf dem Grand Prix-Kurs von Spa-Francorchamps auf. Der Schweizer umrundete die 7,004 Kilometer lange Ardennen-Achterbahn in 1:41,770 Minuten – 0,783 Sekunden schneller als die damalige Qualifying-Bestmarke von Formel 1-Pilot Lewis Hamilton. Von den Pneus zeigte sich Jani im Anschluss ebenso begeistert wie von der Performance des Porsche: „Der Reifen von Michelin ist eine Sensation.“

Am 29. Juni 2018 gelang Timo Bernhard am Steuer des Porsche 919 Evo ein weiterer Meilenstein. Auf der 20,832 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings fuhr der Saarpfälzer schneller als jemals ein Rennfahrer zuvor. In 5:19,55 Minuten unterbot er die legendäre Bestmarke von Stefan Bellof um 51,58 Sekunden. Im Durchschnitt war der zweifache Le Mans-Sieger mit 233,8 km/h unterwegs und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 369,4 km/h. Porsche LMP-Teamchef Andreas Seidl zeigte sich nach der Rekordfahrt beeindruckt: „Zusammen mit unserem Reifenpartner Michelin haben wir uns seit dem Winter akribisch und mit dem notwendigen Respekt vor dieser Strecke vorbereitet und konnten heute das volle Potenzial des 919 Evo aufzeigen.“


Fans können Porsche 919 Hybrid und 919 Evo ab sofort im Porsche Museum erleben

Ende Oktober schloss sich der Kreis: Der dreifache Le Mans-Sieger und sein von allen Fesseln befreiter Nachfolger gingen auf ihre letzte Fahrt – natürlich ebenfalls auf Reifen von Michelin. Auf öffentlichen Straßen absolvierten beide die rund 25 Kilometer lange Strecke von Weissach ins Porsche Museum nach Zuffenhausen. Am Steuer der beiden Hybrid-Rennwagen saßen Marc Lieb und Mark Webber – zwei jener Piloten, die mit dem Porsche 919 Hybrid ruhmreiche Erfolge feierten.

Eine große Ära ging zu Ende – die großartige Partnerschaft von Michelin und Porsche hat weiterhin Bestand. Viele Fahrzeuge des Sportwagenherstellers laufen auf Pneus von Michelin vom Band, und im Motorsport setzen beide Partner das traditionelle Markenpokalengagement fort. Ab 2019 startet Porsche in der Formel E und vertraut dabei ebenfalls auf Pneus von Michelin. Die französische Premiummarke unterstützt die Elektrorennserie von Beginn an als exklusiver Reifenpartner.

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