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Michelin feiert 300. Laufsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft

Michelin feiert 300. Laufsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft

Das „schwarze Gold“ der Champions

Dreihundert Mal Siegerchampagner, dreihundert Mal Pokale, oberstes Podiumstreppchen und Blitzlichtgewitter, dreihundert Mal frenetischer Jubel: Bei der Rallye Spanien – zwölfter von 14. Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft 2016 – bescherte Volkswagen-Pilot Sébastien Ogier Reifenpartner Michelin den 300. WM-Laufsieg. Damit ist die französische Premiummarke nach wie vor und mit deutlichem Abstand der erfolgreichste Reifenhersteller in der Geschichte der Königsklasse des Rallyesports. Rund um den spanischen Ferienort Salou erlebten Zuschauer und Fans am vergangenen Wochenende ein weiteres Highlight: Im VW Polo R WRC krönte sich Sébastien Ogier gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia bereits vorzeitig zum vierten Mal in Folge zum Champion und bescherte Reifenpartner Michelin damit den 24. Fahrer-Weltmeistertitel. Das Besondere: Die französische Premiummarke errang sämtliche Triumphe in Zeiten, in denen das Reglement den direkten Wettbewerb zwischen mehreren Reifenherstellern ermöglichte. Ganz gleich ob auf Asphalt, Schotter, Schnee, Schlamm oder Eis: Die Pneus von Michelin sind stets auf jedem Terrain und mit jeder Fahrzeuggeneration siegreich – von der Gruppe 2 der 1970er Jahre bis zu den aktuellen World Rally Cars.

Rückblick: Januar 1973. Die neu geschaffene Rallye-Weltmeisterschaft startete mit einem echten Klassiker in ihre erste Saison. Gleich zu Beginn stand eine der berühmtesten Motorsportveranstaltungen überhaupt auf dem Programm – die Rallye Monte Carlo. In den Seealpen oberhalb des Fürstentums nahm dabei auch die beeindruckende Erfolgsgeschichte von Michelin in der Rallye-Weltmeisterschaft Fahrt auf. Wichtig zu wissen: Bereits lange vor dem Start der neuen Topliga hatte Michelin in dieser höchst anspruchsvollen Motorsportdisziplin zahlreiche Erfolge errungen, darunter zum Beispiel der Sieg von Louis Chiron auf Pneus von Michelin bei der Rallye Monte Carlo 1954.


Auftakt nach Maß: Andruet gewinnt WM-Premiere auf Reifen von Michelin
Knapp 20 Jahre später profitierten die Renault-Werksfahrer Bernard Darniche, Jean-Pierre Nicolas, Jean-Luc Thérier und Jean-Claude Andruet beim ersten Rallye-WM-Lauf der Geschichte in ihren Alpine-Renault A110 ebenfalls vom „schwarzen Gold“ aus Clermont-Ferrand. Auch dank der Reifen von Michelin ließen Andruet und Beifahrerin Michèle Espinosi-Petit – besser bekannt unter ihrem Spitznamen „Biche“ – der Konkurrenz in ihrem leichten Hecktriebler keine Chance. Damit stand bereits der Auftakt der neuen WM ganz im Zeichen von Michelin. Die „blauen Reiter“ dominierten auch im weiteren Saisonverlauf das Geschehen, gewannen sechs von 13 Läufen und sicherten Alpine-Renault sowie Reifenpartner Michelin am Saisonende den ersten Weltmeistertitel.

Ein wichtiger Schlüssel für diesen eindrucksvollen Erfolg war die fortschrittliche Reifentechnologie aus Clermont-Ferrand. Denn als erster Hersteller setzte Michelin im Rallye-Sport profillose Slicks mit Radialgürtel-Technologie ein, wie sie bis dato nur im Rundstreckensport bekannt waren. Der Clou: Dank der größeren Auflagefläche boten die Pneus bestmögliche Traktion und optimalen Grip auf trockenem Asphalt.


1970er Jahre: Zahlreiche weitere WM-Siege für Michelin
Nach dem Gewinn des WM-Titels 1973 durfte Michelin in der neu geschaffenen Topliga des Rallye-Sports auch in den Folgejahren zahlreiche weitere Erfolge mit unterschiedlichen Automobilherstellern bejubeln. Hierzu zählen zum Beispiel die Siege von Ove Andersson bei der Safari-Rallye 1975 (Peugeot 504 V6 Coupé), von Hannu Mikkola und Beifahrer Jean Todt bei der Rallye Marokko im selben Jahr (ebenfalls im Peugeot 504 V6 Coupé), der Triumph von Bernard Darniche im Lancia Stratos bei der Rallye Korsika 1975, diverse Siege von Jean-Pierre Nicolas in der Saison 1978 (auf Porsche und Peugeot) sowie Platz eins für Stig Blomqvist bei der Rallye Schweden 1979 im Saab 99 Turbo. Die prestigeträchtige „Monte“ gewann der französische Premiumreifen-Hersteller in den Jahren 1978 (Jean-Pierre Nicolas, Porsche 911) und 1979 (Bernard Darniche, Lancia Stratos HF) gleich zwei Mal in Folge.   


Die wilden Achtziger: Michelin, Walter Röhrl und Opel schreiben Geschichte
1981 untermauerte der Reifenhersteller seine Vorreiterrolle im Rallye-Sport mit einem weiteren WM-Titel: Guy Fréquelin und Henri Toivonen setzten sich unter anderem gegen die allradgetriebenen Audi quattro durch und sicherten Talbot-Lotus und Michelin am Ende der Saison die begehrte Trophäe. Bereits zu Saisonbeginn hatte Jean Ragnotti bei der Rallye Monte Carlo im breitbackigen und mit Pneus von Michelin bestückten Renault 5 turbo triumphiert. Damit bescherte der Franzose seinem Reifenpartner bei diesem Klassiker den bis dato vierten WM-Triumph.

Im Folgejahr rüstete Michelin sowohl die heckgetriebenen Opel Ascona und Renault 5 turbo als auch die neuen Allradler von Audi aus und feierte fünf WM-Siege mit drei verschiedenen Fahrzeugfabrikaten. In seinem heckgetriebenen Opel Ascona 400 beeindruckte Walter Röhrl zum Saisonauftakt bei der „Monte“ unter schwierigen Witterungsbedingungen und ließ der Allrad-Phalanx keine Chance. Am Ende der Saison krönte sich der „Lange“, wie der Bayer aufgrund seiner Statur genannt wird, im Ascona 400 sogar zum Weltmeister – es war der letzte WM-Titel eines nicht allradgetriebenen Fahrzeugs.

1983 stieg Hannu Mikkola zum dominierenden Mann auf. In seinem Michelin bereiften Audi quattro fuhr der Finne vier Mal zum Sieg und sicherte sich den Fahrertitel – ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsstory von Michelin, denn Mikkola war der erste Weltmeister auf einem Rallye-Auto mit Allradantrieb.   


Die Ära der Gruppe B-Monster und der „unplattbare“ Reifen
1984 begann eine neue Epoche in der Rallye-Weltmeisterschaft: das Zeitalter der berühmt-berüchtigten Gruppe B-„Monster“. Die weit über 500 PS starken Turbo-Allradler von Audi und Peugeot stellten die Pneus vor besondere Herausforderungen: Die Reifen mussten extremen Belastungen standhalten und gleichzeitig bestmöglichen Grip auf allen Fahrbahnbelägen bieten. Das Know-how von Michelin blieb auch hier der Garant für den Erfolg: Zwischen 1984 und 1986 gewann der Reifenhersteller drei Mal in Folge sowohl die Fahrerweltmeisterschaft als auch den Titel in der Herstellerwertung.

Dann beschloss die oberste Motorsportbehörde FIA aufgrund einiger schwerer Unfälle das Ende der Gruppe B-Ära. Ab 1987 schlug die Stunde der seriennäheren Gruppe A als neue Topklasse. Und auch hier setzte sich Michelin dank seines technologischen Vorsprungs als dominierende Marke durch. Bestes Beispiel: Bei der Rallye Akropolis 1987 trumpfte der Reifenhersteller mit der neuen ATS-Technologie auf. Ein spezieller Schaum zwischen Pneu und Felge ermöglichte das Weiterfahren auch im Falle eines Plattfußes. Bei der Rallye Griechenland 1989 bewies Didier Auriol eindrucksvoll die Überlegenheit dieser neuen Reifengeneration: Obwohl er auf einer Wertungsprüfung von gleich vier Schäden an allen vier Rädern heimgesucht wurde, brachte der Franzose seinen Toyota Celica Turbo 4WD sicher ins Ziel. Die innovative ATS-Technologie von Michelin wurde auf dem Pariser Autosalon 1988 mit der Technological Innovation Trophy ausgezeichnet.

Zwischen 1988 und 1992 trug Reifenpartner Michelin zum beeindruckenden Erfolg des Lancia-Teams bei, das fünf Hersteller-Weltmeisterschaften in Folge gewann. Miki Biasion (1988/1989) und Juha Kankkunen (1991) erweiterten die Trophäensammlung um drei weitere Titel. 1993 profitierte auch Toyota von den innovativen ATS-Reifen von MICHELIN und feierte mit Juha Kankkunen den Gewinn sowohl der Hersteller- als auch der Fahrerwertung. Diesen Doppelerfolg wiederholten die Japaner im Folgejahr mit Didier Auriol.


30. WM-Titel und 200. WM-Sieg für Michelin
1995 verbot die FIA die bis dato bei Asphaltläufen verwendeten Slicks. Bei der Rallye Monte Carlo kam erstmals die neue, profilierte Reifengeneration von Michelin zum Einsatz. Auch die zweite Hälfte der 1990er Jahre stand ganz im Zeichen der französischen Marke und ihrer Partnerteams. Der Finne Tommi Mäkinen dominierte die Topliga zwischen 1996 und 1999 fast nach Belieben und sicherte sich in diversen Ausbaustufen des Mitsubishi Lancer Evo vier Weltmeistertitel in Folge. Zwischenzeitlich profitierten die Kunden von Michelin von diversen innovativen Reifenentwicklungen wie etwa der neuen Asphaltreifen-Generation MICHELIN „Fort Potentiel“ (FP, Rallye San Remo 1998) sowie den Spike-Pneus vom Typ MICHELIN GA und GE (Rallye Schweden 1999).

In der Saison 2000 ging ein neuer Stern am Rallye-Himmel auf: Der Finne Marcus Grönholm gewann im neuen, mit Pneus von Michelin bestückten Peugeot 206 WRC vier WM-Läufe und stand am Saisonende als neuer Weltmeister fest. Diesen Erfolg wiederholte „Bosse“ im Jahr 2002. Zwischen 2000 und 2002 sicherten sich Peugeot und Michelin zudem drei Mal in Folge den Herstellertitel. Die WM-Trophäe der Saison 2002 war zugleich der 30. WM-Titel für Michelin. Ein Jahr später sorgte der Este Markko Märtin dafür, dass in Clermont-Ferrand erneut die Champagnerkorken knallten: Mit seinem Sieg bei der prestigeträchtigen 1000-Seen-Rallye Finnland bescherte der schnelle Mann aus Estland dem französischen Reifenspezialisten den 200. Sieg bei einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft.

Gleichzeitig schritt die Entwicklung bei Michelin weiter voran. Bei der Rallye Neuseeland 2005 kam erneut eine neue Generation der Schotterpneus zum Einsatz. Der Reifen mit der Bezeichnung MICHELIN BTO verfügte über eine härtere Karkasse und zeichnete sich durch die um 20 Prozent höheren Seitenführungskräfte und eine nochmals gesteigerte Bremsleistung aus. In der Saison 2005 gewann Sébastien Loeb mit diesem neuen Pneu zahlreiche Schotter-Rallyes. Insgesamt siegte der Elsässer bei zehn von 16 WM-Läufen und krönte sich bereits vier Rallyes vor Saisonende in Japan vorzeitig zum Weltmeister. Mit diesem Erfolg beendete Michelin nach 38 Weltmeistertiteln und 224 WM-Siegen vorläufig seine Aktivitäten in der Topliga und übergab das Zepter an die Schwestermarke BF Goodrich.   


Rückkehr in die Rallye-WM: Michelin setzt Erfolgsgeschichte fort
2011 gab Michelin sein vielbeachtetes Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei Asphaltläufen kommen seither die verschiedenen Evolutionsstufen des MICHELIN Pilot Sport zum Einsatz, auf Schotter sorgten zunächst der Latitude Cross sowie ab 2014 der MICHELIN LTX Force für Grip und auf Schnee und Eis verbeißen sich die Spikes des MICHELIN X-Ice North in den gefrorenen Untergrund. Dabei verbietet das aktuelle Reglement der FIA Rallye-WM die in früheren Jahren verwendeten „Run-flat“-Reifen.

Gemeinsam mit Sébastien Loeb und Citroën gewann die Marke aus Clermont-Ferrand im Jahr ihres Wiedereinstiegs beide WM-Titel. Und auch in der Saison 2012 standen Rekord-Champion Loeb und Citroën schon vorzeitig als alte und neue Weltmeister fest. Mit dem Erfolg des neunfachen Champions beim Saisonfinale in Spanien – dem 250. WM-Sieg von Michelin – beschloss der Premiumanbieter die Saison 2012 mit einem besonderen Jubiläum und manifestierte seine Rolle als erfolgreichster Reifenproduzent in der 41-jährigen Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft.   


WM-Debüt von Volkswagen 2013: Der Beginn einer neuen Ära
Die beispiellose Dominanz von Citroën fand vor drei Jahren ein Ende. Während die französische Marke ihren Einstieg in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft vorbereitete, kehrte Volkswagen Motorsport bestens vorbereitet in die Rallye-WM zurück. Die Niedersachsen krönten ihren Durchmarsch bereits in ihrer Debütsaison mit dem vorzeitigen Konstrukteurstitel und der ersten Weltmeisterschaft für Sébastien Ogier – ein Erfolg, den sie auch 2014, 2015 und nun auch 2016 wiederholten. Reifenpartner Michelin darf sich damit bereits über den 24. Titel in der Fahrerwertung freuen und könnte bereits beim nächsten Lauf in Großbritannien gemeinsam mit Volkswagen Motorsport auch den Gewinn der Herstellerwertung feiern. Es wäre der insgesamt 26. Marken-WM-Titel für den Premiumhersteller aus Clermont-Ferrand.   


Die aktuelle Erfolgsbilanz von Michelin in der Rallye-WM in Zahlen
Reifen von Michelin gewannen in 24 verschiedenen Ländern und auf jedem Kontinent dieser Erde. Insgesamt verhalf die Marke 55 Fahrern zu mindestens einem WM-Sieg – und elf Piloten feierten den Fahrer-Weltmeistertitel auf Pneus von Michelin. Ebenso beeindruckend liest sich die Statistik in der Herstellerwertung: Nicht weniger als 17 Marken siegten bei einem WM-Lauf mit den Reifen aus Frankreich. Neun Hersteller durften am Ende der Saison den WM-Pokal in Empfang nehmen. Der erfolgreichste Fahrer ist der neunfache Champion Sébastien Loeb. Er stellte mit insgesamt 36 Siegen auf Reifen von Michelin einen neuen Rekord auf, während Citroën die meisten Siege einer Marke (52) auf Pneus von Michelin errang.


Wer mit wem: Alle WM-Laufsiege von Michelin im Detail

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