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Michelin Motorsport NL 02/2017 – Vorschau WM-Rallye Monte Carlo

Michelin Motorsport NL 02/2017 – Vorschau WM-Rallye Monte Carlo

Stärkere, leichtere, schnellere World Rally Cars: Die Rallye-WM startet durch – und alle Werksteams setzen weiter auf Michelin

Mit den spektakulärsten Turbo-Allradlern seit dem Ende der Gruppe B-Epoche blickt die Rallye-Weltmeisterschaft der vermutlich spannendsten Saison seit vielen Jahren entgegen. Nicht nur die WM-Rückkehrer Toyota und Citroën, sondern auch Ford und Hyundai schicken am Donnerstag zum Start der Rallye Monte Carlo komplett neu entwickelte World Rally Cars ins Rennen. Deren größter gemeinsamer Nenner: Michelin rüstet auch 2017 wieder die Topfahrzeuge der Werksteams aus, freut sich zugleich aber auch über Konkurrenz.

Imposantes Flügelwerk, wuchtige Kotflügelverbreiterungen, mächtige Diffusorelemente im Heckbereich und deutlich mehr Schub bei 25 Kilogramm weniger Gewicht: Die neuen World Rally Cars der Generation 2017 treten nicht nur optisch in die Fußstapfen der legendären Gruppe B-Boliden, die von 1982 bis Ende 1986 die bis dato irrwitzigste Ära in der Rallye-Topklasse befeuert hatten und von denen die Fans bis heute mit besonderem Glanz in den Augen erzählen. Auch technisch gehen die spektakulären Turbo-Allradler an neue Grenzen. Dank Luftmengenbegrenzer, deren Querschnitt von 33 auf 36 Millimeter vergrößert wurde, können sie fortan um 20 Prozent freier atmen. Die Leistung der unverändert 1,6 Liter großen Turbomotoren legt dadurch von zirka 330 auf 380 bis 400 PS zu und wird fortan von einem elektronisch geregelten Mitteldifferenzial auf Vorder- und Hinterachse aufgeteilt – wo bei allen Spitzenautos der Werksteams auch weiterhin Rallye-Pneus von Michelin in unveränderter Größe für den Kraftschluss mit dem mehr oder weniger griffigen Untergrund sorgen.


Neue Autogeneration, bewährte Reifentechnologie
Obwohl die neuen World Rally Cars in der Maximalbreite um 55 Millimeter zulegen durften: Die Dimensionen der Wettbewerbsreifen von Michelin bleiben für die neue Saison unverändert. „Alle Tests haben gezeigt, dass unsere Pneus mit den höheren Anforderungen problemlos klarkommen“, betont Jacques Morelli, Leiter des Rallye-WM-Engagements der französischen Premiummarke. „Obwohl die leisstungsstärkeren Fahrzeuge mit ihrer ausgefeilten Aerodynamik mehr Anpressdruck erzeugen und die Kurvengeschwindigkeiten entsprechend gestiegen sind.“

Die profilierten Asphaltspezialisten des Typs MICHELIN Pilot Sport 5 besitzen die vergleichsweise schmale Größe 215/45 R18 (18/65-18). Auf Schotterprüfungen kommt das Format 205/65 R15 zum Einsatz und beim Winter-Grand Prix in Schweden ist es der 195 Millimeter breite und 15 Zoll hohe MICHELIN X-Ice North. Er sorgt mit 384 Wolfram-Spikes für sicheren Halt in Schnee und Eis.

Auch die Anzahl der Reifen, die ein Rallye-Fahrzeug pro WM-Lauf verwenden darf, ist weiterhin streng limitiert – für die World Rally Cars stehen in der Regel lediglich neun Sätze zur Verfügung, ein weiterer kommt für den sogenannten „Shake-down“ vor der eigentlichen Veranstaltung hinzu. Vorteil dieser strengen Kontingentierung, für die sich insbesondere Michelin starkgemacht hat: Sie rückt die Ausdauereigenschaften der Pneus, die bis zu 80 Wertungsprüfungskilometern unter verschiedensten Bedingungen standhalten müssen, stärker in den Vordergrund. Zugleich sinkt der Aufwand für Produktion und Transport der Reifen. Dies entlastet das Budget ebenso wie die Umwelt.   


Reifenreglement gesteht der Rallye Monte Carlo Ausnahmeregelungen zu
Die Auswahl der Reifentypen bleibt auch in der Saison 2017 bestehen. Pro Rallye bietet Michelin seinen Kunden nur ein Profildesign an, das allerdings in zwei verschiedenen Laufflächenmischungen für höhere sowie kältere Temperaturen und nasse Bedingungen zur Wahl steht – beim Saisonauftakt rund um Monaco sind dies der softe Pilot Sport S5 und der supersofte SS5. Hinzu kommt für besonders starke Niederschläge ein geringeres Kontingent an reinrassigen Regenreifen.

Eine Ausnahme von dieser Regelung gestehen die Regelhüter lediglich der Rallye Monte Carlo zu: Da es auf den Bergpässen der südfranzösischen Seealpen mitunter sehr winterlich zugeht, können die Teilnehmer bei Bedarf auch zum 215 Millimeter breiten MICHELIN Pilot Alpin A4 greifen. Der 18-Zoll-Winterreifen steht als „CL“ auch mit 200 Spikes zur Verfügung, die maximal zwei Millimeter aus der Lauffläche herausragen, um die Straßen zu schonen. Insgesamt dürfen von den 80 Pneus, die Michelin seinen Partnern in der Topklasse pro Auto zur Verfügung stellt, inklusive „Shake-down“ nicht mehr als 43 verwendet werden. Alles in allem transportiert der Reifenspezialist 2.430 Decken zur Rallye Monte Carlo, von denen 900 für die World Rally Cars reserviert sind.   


Das Fahrerkarussel hat für viele neue Konstellationen gesorgt
Auch was die Teams betrifft, wurden die Karten für die neue Rallye-WM-Saison neu gemischt – viele Fahrer finden sich pünktlich zur „Monte“ in für sie ungewohnten Farben wieder. Nach dem überraschenden Rückzug von Titelgewinner Volkswagen Motorsport betrifft dies beispielsweise den amtierenden Champion Sébastien Ogier: Der vierfache Weltmeister wechselte gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia zu M-Sport und pilotiert dort den neuen Ford Fiesta WRC. An der Seite der Franzosen rückte der Este Ott Tänak wieder in die Kernmannschaft von Teamchef Malcolm Wilson auf. Beide Ford rollen auf Pneus von Michelin. Einen dritten Fiesta, der jedoch in den Farben von DMACK antritt, bringt M-Sport für den Waliser Elfyn Evans an den Start – damit ist für Konkurrenz unter den Reifenherstellern in der Topkategorie der Rallye-WM gesorgt.

Hyundai Motorsport setzt auf Konstanz beim Fahreraufgebot: Auch 2017 greifen der Belgier Thierry Neuville, Dani Sordo aus Spanien und der Neuseeländer Hayden Paddon für die Koreaner ins Lenkrad. Der neue Turbo-Allradler des in Alzenau bei Frankfurt beheimateten Werksteams basiert nun auf dem zweitürigen i20 Coupé. Auch Hyundai vertraut auf Reifen von Michelin.   


Citroën und Toyota gehen wieder in der Rallye-WM an den Start
Ganz offiziell als Werksteam meldet sichCitroën in der Königsklasse zurück, nachdem Kris Meeke im Vorjahr bei sporadischen Stippvisiten in der Rallye-WM zwei Überraschungssiege einfahren konnte. Wenig verwunderlich, dass der Nordire für den Doppelwinkel damit schon früh als gesetzt galt. Die beiden anderen DS3 WRC gibt Citroën dem jungen Franzosen Stéphane Lefebvre sowie dem Iren Craig Breen in die Hand, die Rallye-Pneus stammen von Michelin.

Die große Unbekannte vor dem Saisonstart ist das neue Werksteam von Toyota, das der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen in der finnischen Rallye-Hochburg Jyväskylä aus dem Boden gestampft hat und mit dem die japanische Marke nach 17 Jahren ihr Comeback in der Rallye-WM feiert. 18 Monate dauerte die Entwicklung des neuen Yaris WRC. Als Nummer-1-Fahrer konnte der „Tomminator“ seinen Landsmann Jari-Matti Latvala verpflichten, dessen Karriere einst am Steuer einer Toyota Corolla AE 86 begonnen hatte. Das zweite Auto bewegt mit Juho Hänninen ein weiterer Finne, während Neuverpflichtung Esapekka Lappi – der amtierende WRC 2-Champion – zunächst nur als Testfahrer vorgestellt wurde.   


17 Wertungsprüfungen in den Seealpen trennen die Spreu vom Weizen
Angesichts dieses Neuheitenreigens will auch die „Königin der Rallyes“ nicht zurückstehen: Gut 85 Prozent der insgesamt 382,65 Wettbewerbskilometer der „Monte“ wurden gegenüber der Vorjahresausgabe geändert. Los geht es bereits am Donnerstag um 18.11 Uhr, wenn die Teilnehmer die Startrampe vor dem berühmten Casino von Monaco überqueren. Noch am gleichen Abend stehen zwei über 20 Kilometer lange Wertungsprüfungen (WP) auf dem Programm: „Entreveaux – Val de Chalvagne – Ubraye“ (ab 20.14 Uhr) und „Bayons – Breziers 1“ ab 22.57 Uhr werden beide bei Dunkelheit ausgetragen und erinnern damit an die berüchtigte „Nacht der langen Messer“, in der früher die Entscheidung bei der Rallye Monte Carlo fiel.

Mit 160,8 WP-Kilometern, aufgeteilt auf drei jeweils doppelt befahrenen Prüfungen, führt der Freitag bis zum Tagesziel nach Gap. Am Samstag folgen fünf weitere WP, bevor sich der Rallye-Tross nach einem abendlichen Service in Gap auf die 243 Kilometer lange Verbindungsetappe zurück nach Monaco macht. Der Sonntag endet mit vier Wertungsprüfungen, darunter auch zwei 21,36 Kilometer lange Durchgänge von La Bollène Vésubie nach Peira Cava – inklusive der Passage über den berühmten Col de Turini.“

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