Deutschland

Reifengrundlagen

Der Anbau von Kautschukbäumen sichert jedes Jahr 30 Millionen Menschen ein Einkommen

Michelin 18 Mai 2010

Umweltschutz

Dennoch ist die Existenz dieser Farmer durch die Abholzung der Wälder bedroht. Reifenhersteller verbrauchen fast 70% der Weltproduktion an natürlichem Kautschuk. Es liegt also in den Händen von Unternehmen wie Michelin diese natürliche Ressource zu schützen und die Nachhaltigkeit des Anbaus von Kautschukbäumen (Hevea) zu sichern.

Seit mehreren Jahrzehnten baut Michelin auf fast 21.000 Hektar Hevea-Pflanzen in Brasilien und Nigeria an. Hierdurch können 12% des weltweiten Bedarfs von Michelin an Naturkautschuk bedient werden. Um zum Beispiel den Fortbestand der Hevea-Pflanzen in Brasilien langfristig zu schützen, hat Michelin in ein nachhaltiges Landwirtschaftsprogramm investiert, um strategisch wichtige soziale, ökonomische und Umweltziele zu erreichen. Diese  Plantagen betreiben selbst eine einfache Landwirtschaft und bauen neben den Hevea-Pflanzen beispielsweise auch Kakao und Bananen an.

Schutz der Artenvielfalt der tropischen Wälder

Des Weiteren hat Michelin „ökologische Korridore" angelegt, welche die drei Gebiete des Atlantischen Regenwaldes miteinander verbinden und ein Gebiet von etwa 3.000 Hektar umfassen, um von den Küstengebieten bis ins Landesinnere eine Kontinuität zu schaffen. Dieser Regenwald, der sich ursprünglich entlang der gesamten brasilianischen Küste erstreckte, umfasst heute nur noch 10% seiner ursprünglichen Größe und ist somit einer der am meisten gefährdeten tropischen Wälder der Welt.

Enge Zusammenarbeit mit den Plantagen

Michelin arbeitet eng mit den örtlichen Regierungen und Umweltschutzgruppen zusammen, um diese Korridore zu vergrößern. Des Weiteren hat Michelin in Familienbesitz stehende Kautschukplantagen angelegt. Hierfür wurden den benachbarten Plantagen (1.000 Familien) resistente Sorten der Hevea-Pflanzen zur Verfügung gestellt. Diese Pflanzen wurden im von Michelin UND CIRAD (Centre International pour la Recherche Agronomique et le Développement) geführten Forschungsprogramm gezüchtet. Da die Preise aller Rohstoffe steigen, hat die lokale Gemeinschaft erkannt, dass sich eine eigene Produktion lohnt. Auf diese Weise ist eine Bezugsquelle garantiert.

 

Ein neues Dorf

Michelin hat 18 Hektar Land für den Aufbau eines neuen Dorfes mit dem Namen Nova Igrapiuna zur Verfügung gestellt. Dieses Dorf ist hauptsächlich für die Kautschuksammler und deren Familien vorgesehen. Das Dorf verfügt über moderne Wasseraufbereitungsanlagen und öffentliche Grünflächen sowie medizinische Einrichtungen und Schulen.

Programm zur Wiederaufforstung

Nach einer Untersuchung des Gebiets und dessen Artenvielfalt wurde ein Programm zur Wiederaufforstung gestartet. Mehr als 1.092 Hektar unserer Kautschukplantage in Bahia, Brasilien, blieben brach, um den Urwald sowie seine Flora und Faune zu schützen. Ebenfalls im Rahmen des Projekts wurden Tiere wieder angesiedelt, und der Öko-Tourismus in dem Gebiet um einen Wasserfall herum wurde gefördert, um die Umwelt besser zu schützen.

Verstärkung des Umweltbewusstseins

Im Rahmen der Bemühungen, das Ökosystem zu bewahren, verstärkt Michelin in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen (CETREL, BioBrasil und Tropical Nature Foundations) das Umweltbewusstsein vor Ort. Unter der folgenden Adresse können Sie mehr über dieses Umweltprogramm erfahren: http://www.michelin-hevea.com.

Biologische und landwirtschaftliche Forschung

In den Gebieten der Hevea Plantagen führt Michelin biologische und landwirtschaftliche Forschung durch. Dabei werden folgende Ziele verfolgt:

  • Verbesserung der Techniken zur Bewirtschaftung des Hevea-Baumes, um die Produktionskosten zu senken
  • Steigerung der Ernteerträge
  • Verbesserung der Qualität des natürlichen Kautschuks
  • Bekämpfung von Krankheiten der Hevea-Bäume

Bekämpfung von Krankheiten der Kautschukbäume

Michelin arbeitet eng mit zahlreichen Universitäten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsorganisationen zusammen, um die südamerikanische Blattfallkrankheit noch wirksamer bekämpfen zu können. Microcyclus ulei ist eine Krankheit, die durch einen Pilz verursacht wird, der die Blätter der brasilianischen Hevea befällt und die Plantagen in Asien und Afrika ernsthaft gefährden könnte. Die Ergebnisse dieser Forschung haben es ermöglicht, jene Sorten von Hevea zu reproduzieren, die am resistentesten gegen Angriffe von Parasiten sind. Seit mehreren Jahren schenken wir benachbarten kleinen Farmern in Brasilien junge, pilzresistente Kautschukbäume. Allein 2006 waren es 200.000 Bäume.

Bewahrung der natürlichen Ressourcen

Auch in Nigeria haben sich die vier Michelin Plantagen dem Umweltschutz verschrieben. Die 500 Hektar tropischer Regenwald in der Osse River Plantage, die an den Okumu National Park (seit 1999 geschützt) grenzt, gelten heute als letzter tropischer Regenwald im westlichen Teil des Landes. Aufgrund dieser Plantage erhielt Michelin 2002 von der Nigerian Conservation Foundation (NCF) den Preis für das umweltfreundlichste Unternehmen in Nigeria.

Altreifenverwertung

Heute enden immer weniger Reifen auf Mülldeponien, da neue Recycling-Möglichkeiten entwickelt werden und immer mehr Menschen sich der damit verbundenen Umweltgefahren bewusst werden. Michelin hat sich dem Kampf für den Umweltschutz verschrieben und beteiligt sich aktiv an der aktuellen Entwicklung in der Reifenbranche, die das Recycling von Reifen nach ihrer Lebensdauer fördert. In Europa ist die Entsorgung ganzer Reifen auf Mülldeponien seit 2003 und die Entsorgung von geschredderten Reifen seit 2006 illegal.

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